Notice

blogsport wird die Möglichkeit der Neuregistrierung in Kürze schließen. Danach werdet ihr noch mindestens ein Jahr Zeit haben, euren Blog umzuziehen, bevor wir den Laden dicht machen. Ggf. werden wir einigen, ausgesuchten Blogs die Möglichkeit eines Anschluss-Hostings bieten. Zu den Gründen erklären wir uns ausführlich in den nächsten Wochen, da wir gerade in den Jahresabschlussarbeiten stecken. Sorry!

PS: Speichern eures Blogs in eine portable XML-Datei ist möglich unter „Verwalten -> Export“.

Veröffentlicht in Allgemein.

3 Antworten

  1. Liebe blogsporterInnen,

    ist fehlender finanzieller Support das Problem ? Ich hab fast keine Ahnung vom Betrieb eines Hosts. Geld locker zu machen sollte in einem gewissen Umfang nicht das Problem sein, der Blog soll nicht auf Kosten anderer laufen. Die NutzerInnen würden sich -hoffentlich- beteiligen, wenn ihnen die Bereitstellung etwas wert ist. Auch wenn ihr zumacht, solltet ihr nicht auf Kosten sitzenbleiben.

    Vielen Dank für Eure geleistete Arbeit
    Euer Peter aus Frankfurt

  2. Nein, es geht nicht primär ums Finanzielle, obwohl auch das nicht so rosig ist, sondern darum, dass wir alle berufstätig sind, das neben der Arbeit machen müssen und ich nicht mal in Urlaub fahren kann, ohne fürchten zu müssen, das Schreiben eines Anwalts zu verpassen. Dazu kommt, dass wir immer weniger Bezug zu dem haben, was auf blogsport passiert, keine rechte Freude mehr dabei empfinden und uns noch persönlich angreifen und verleumden lassen müssen, wenn wir eine unliebsame administrative Entscheidung wie die Sperrung eines Outing-Blogs treffen.

    Schließlich hat sich auch das Internet seit unseren Anfangstagen verändert und mit ihr auch die Subkultur. Früher gab es einen regen Austausch zwischen den einzelnen Bloggern, wechselseitige Kommentierungen und Bezugnahmen, so dass ein gemeinsames Hosting wirklich Sinn ergeben hat. Durch die Social Media hat sich das eher in Richtung isolierter Blasen entwickelt, für die es ziemlich irrelevant ist, wo ein Blog gehostet wird.

    Die allgemeine Denunziationskultur in Teilen der Szene, wo man sich dann ernsthaft darüber beschwert, dass man gesperrt wird, weil man verfeindete Linke unverpixelt zeigt oder Informationen über ihren Arbeitgeber verbreitet, tut ihr Übriges. Allgemein empfinden wir, dass soziale Bewegungen, die die Welt verändern, heute nur noch recht wenig mit den selbstbezogenen und autoritären Praktiken dieser Subkultur zu tun haben, und sehen immer weniger Sinn darin, ihr unsere Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen. Wenn der Bedarf danach wirklich so groß ist, wird es andere Leute geben, die sich mit neuem Elan einem solchen Projekt widmen und eine neue, zeitgemäßere Struktur finden. Hierfür bieten wir gerne unsere Unterstützung an.

    Ob es möglich ist, die Seiten auf blogsport als Teil einer Bewegungsgeschichte zu archivieren, darüber machen wir uns bereits Gedanken. Allerdings ist es nicht so leicht zu lösen, weil im Grunde immer jemand da sein müsste, der Inhalte löschen kann, wenn Persönlichkeitsrechte verletzt sind oder jemand seine Jugendsünden bereut. Ohne angemessene rechtliche Struktur ist das Problem kaum zu lösen. Wir werden uns aber Mühe geben, die Inhalte wenigstens offline zu archivieren.

  3. Danke für eure jahrelange Arbeit!

    Ich möchte nur auf den Punkt der Archivierung eingehen: Blogsport ist meiner Meinung nach auch ein wichtiger Teil der Bewegungsgeschichte und sollte demnach behandelt werden. Toll ist es schonmal, dass ihr nicht einfach alles Löschen wollt (was ich technisch nachvollziehen könnte). Darüber hinaus würde ich allerdings eine Kooperation oder Zusammenarbeit mit einem professionellen Archiv empfehlen. Nur so können nachfolgende Generationen damit (wissenschaftlich) arbeiten. Ich bin selbst kein Experte, aber das „afas“ (http://afas-archiv.de/uber-uns/) ist thematisch zutreffend und min. eine gute Ansprechpartnerin.

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